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Freitag, 7. Oktober 2016, 20 Uhr
Cafe Median, Niklotstraße 5/6, 18057 Rostock

Kulturgeschichte und Kulturtechniken der Menstruation

Vortrag und Diskussion im Rahmen des Grrrlz*-DaIY

Auf so manchen deutschen Bauernhöfen wird bei Hausschlachtungen immer noch die Frage gestellt, ob die Hausherrin denn menstruiere. Tut sie es und hält sich in der Nähe der Schlachtung auf, könnte ihr "Menstrualgift" das Blut des Schweines flocken lassen. Aus ähnlichem Aberglauben wurde in den 60er Jahren in der Bundesrepublik die komplette weibliche Belegschaft einer Fotofirma entlassen oder versetzt, weil der "Menstrualschweiß" der Mitarbeiterinnen für schwarze Flecken auf den Fotos gesorgt habe.

Beim Vortrag zur Kulturgeschichte der Menstruation soll sich gemeinsam den philosophischen und medizinischen Theorien über "das andere Geschlecht" und seinem mal mehr mal weniger regelmäßigen Blutverlust genähert werden. Über Textausschnitte und Hintergrundinformationen können aus den meist männlichen Vorstellungen über die "rote Flut" Rückschlüsse gezogen werden.

Im zweiten Teil können die flti* (Frauen, Lesben, Trans- und Intersexuelle) sich in Kleingruppen über ihre positiven Erfahrungen oder Kränkungen mit der Menstruation austauschen und sich die neuesten Errungenschaften um die "Menstruationstasse" und den "Menstruationsslip" ansehen.

Die Veranstaltung wird finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales MV. Sie ist ein Kooperationsprojekt des grrrlz*-DaIY und von G3 - gender gestaltet gesellschaft.