• Von Bundesarchiv, Bild 183-1985-0206-422 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5423103

    Von Bundesarchiv, Bild 183-1985-0206-422 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5423103

Dienstag, 18. Oktober 2016, 17 Uhr
Rathaus, Beratungsraum II, Neuer Markt 1, 18055 Rostock

Das Frauenbild der Staatssicherheit

Vortrag und Diskussion mit Anne Drescher, Landesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit Mecklenburg-Vorpommern

Die operative Arbeit des Ministeriums war eine Männerdomäne. Etwa 10 bis maximal 16 % der Mitarbeiter des MfS waren Frauen. Ähnlich verhielt es sich bei den Inoffiziellen Mitarbeitern, hier lag der Frauenanteil bei etwa 10 %. Aber sie haben als hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiterinnen in den verschiedenen Abteilungen des MfS, in Untersuchungshaftanstalten oder mit ihren Berichten mit dazu beigetragen, dass andere Menschen bespitzelt und verfolgt wurden. Was hat Frauen bewegt, Kariere beim MfS zu machen? Welche Motive führten Frauen zur Spitzeltätigkeit? Was ließ sie zu Mittäterinnen werden? Und wie ist es den Frauen ergangen, die von der Staatssicherheit verfolgt wurden?

Das Frauenbild der Staatssicherheit - diesem Thema kann man sich auf verschiedenen Ebenen nähern: Frauen, die für das Ministerium für Staatssicherheit tätig waren, als hauptamtliche oder als inoffizielle Mitarbeiterinnen und auch mit dem Blick auf Frauen, die von der Staatssicherheit bearbeitet wurden.

Alle drei Gruppen sollen in den Blick genommen werden, wenn wir über das Frauenbild der Staatssicherheit sprechen wollen.

Spannend auch der Blick auf die „andere“ Seite: welche Rolle spielten die Frauen in der DDR-Opposition? Zu Beginn der 1980er Jahre wuchs eine neue, von Frauen getragene Protestbewegung innerhalb der europäischen Friedensbewegung. Auch in vielen Regionen in der DDR entstanden Gruppen „Frauen für den Frieden“, die sich DDR-weit vernetzten und öffentlich engagierten. Diskutiert wurden die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft, Umwelt- und Menschenrechtsfragen, Gleichberechtigung und sozialpolitische Themen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperationsprojekt der Landesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit Mecklenburg-Vorpommern, der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Rostock und von G3 - gender gestaltet gesellschaft.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 10. Oktober 2016.

Anmeldung

Rücktrittsbedingungen:

Veranstaltungen

Bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist eine Abmeldung, ohne Stornogebühren, jederzeit möglich. Danach beträgt die Stornogebühr 50%. Ab dem 7. Tag vor Veranstaltungsbeginn beträgt die Stornogebühr 100%. Anstelle einer Stornierung kann jederzeit eine geeignete Ersatzperson benannt werden.

Es besteht kein Erstattungsanspruch auf den Kursbeitrag bei Abmeldung zu Veranstaltungsbeginn, bei Nichtteilnahme oder Seminarabbruch von Seiten der Teilnehmenden.

Reisen

Bis zum 60. Tag vor Reiseantritt ist ein kostenfreier Rücktritt möglich. Danach gelten folgende Staffelungen:

-bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 50 %

-ab dem 30. Tag vor Reiseantritt 70 %

-ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 90 %